Ja. “High sein. Ein Aufklärungsbuch” beruht auf wissenschaftlichen Grundlagen.

“High sein. Ein Aufklärungsbuch” ist ein Sachbuch für Erwachsene und junge Menschen. Es fusst auf dem wissenschaftlich gut gesicherten Konzept der Schadensminimierung (Harm Reduction). Außerdem bauen die Autoren auf ein weniger bekanntes und verbreitetes Konzept, nämlich dem der Nutzenmaximierung (benefit maximation). Es lässt sich verkürzt so beschreiben: “wenn du schon ein Risiko eingehst, dann sorge dafür, dass du den größtmöglichen langfristigen Nutzen davon trägst”.

“High sein” gründet nicht auf dem weit verbreiteten Gedanken des Kinderschutzes, ganz einfach, weil es nicht für Kinder geschrieben ist. Die manchmal paternalistische, manchmal ökonomisch begründbare Ausweitung dieses grundsätzlich wichtigen und richtigen Gedankens auf Erwachsene hat  aus Sicht der Autoren eine schädliche Wirkung auf die Gesellschaft und auf Konsumierbereite. Jugendliche üben bereits früh Selbstbestimmung und gesundheitliches Handeln ein. Sie müssen entsprechend behandelt werden, um den Jugendschutz gewährleisten zu können. Eines der wichtigsten Merkmale der menschlichen Natur ist ein Drang nach Freiheit und Autonomie. Er äußert und übt sich besonders in der Adoleszenz. Diesem Grundbedürfnis stehen andere gegenüber wie das Bedürfnis nach Kontrolle und Sicherheit. Falls ein Staat oder eine menschliche Gemeinschaft das Grundbedürfnis nach Autonomie frustiert oder negiert, hat dies Folgen: zum Beispiel ein Versiegen von Initiative, der Verlust von Selbstwirksamkeit oder eben Widerständigkeit.

Die Autoren beziehen sich im Buch immer wieder auf Albert Banduras Theorie der gesundheitlichen Selbstregulation, der den Grundgedanken der gesundheitlichen Selbstbestimmung aus seiner allgemeinen Psychologie ableitet (Hier ein Link zu Banduras Originaltext The primacy of self-regulation in health promotion.

Darüber hinaus wird im Buch mit einer ganzen Fülle wissenschaftlicher Theorien und Belege argumentiert. Da “High sein” kein Fachbuch für Experten ist, haben die Autoren auf eine wissenschaftliche Belegweise verzichtet (das heißt auf die Angabe von Studien und Autoren nach jeder einzelnen These oder Behauptung). Besonders wichtige und häufig zitierte Quellen finden sich allerdings im Anhang des Buches.